Freitag, 17. März 2017

LUDWIGCHARTS - liken, präsentieren, kleben

Autorin: Linda Schmitz


Freitag, 13.30 Uhr – los geht’s mit dem Kulturtaxi von der Hauptschule Alstaden ins Schloss Oberhausen. Simone, Elora und Sarah sitzen während der Fahrt nebeneinander. Sie sind drei von insgesamt sieben Jugendlichen, die bei den LUDWIGCHARTS mitmachen. Es ist bereits der siebte Freitag in Folge, an dem die SchülerInnen für das Projekt in die LUDWIGGALERIE fahren. 



Im Lesecafé wartet neben einem Mittagssnack auch schon das Projektteam; bestehend aus Ulla, Sabine, Eva, Linda, Kevin, Axel und Barbara. Sie nehmen die Jugendlichen in Empfang und versorgen alle mit Cappuccino, Orangina und Cola. Das gemeinsame Mittagessen ist jede Woche ein wichtiger Start. Hier werden aktuelle Befindlichkeiten ausgetauscht, das Eis gebrochen und das bevorstehende Wochenende eingeläutet.


Kevin mit Kamera © LUDWIGGALERIE
Dass Kevin Casper einen Großteil der Gespräche mit seiner Kamera festhält ist für viele Teilnehmer zu Beginn gewöhnungsbedürftig. Mittlerweile haben sich alle daran gewöhnt, dass nicht nur Kevin sondern auch Eva Depenbrock mit der Kamera unterwegs ist. Auch Simone findet Gefallen an der Kamera und filmt, was ihr unter die Linse kommt. „HAHA, ich hab dich richtig nah rangezoomt! Das Bild ist cool – man kann das total scharf stellen.“ Auch das gehört mit zum Projekt – Kameras ausprobieren, gegenseitiges Filmen, die eigene Wahrnehmung schulen.
Und Simone mit Kamera © LUDWIGGALERIE



Der wichtigste Punkt des Tages folgt jedoch erst gleich gegenüber in der Ausstellung Let’s buy it. Hier haben die SchülerInnen gemeinsam die Ausstellung besichtigt und aus allen Werken ihre 10 Lieblingsbilder – die TOP TEN ausgesucht. Ihre Aufgabe wird es sein als PEERTEAMER Gleichaltrigen, aber auch Grundschülern diese zehn Lieblingsbilder vorzustellen. Zu jedem der Kunstwerke wird es Sticker geben, die dann jeder Besucher der LUDWIGCHARTS auf einer Sammelkarte einkleben darf.
Shop the Pain Away von Katharina Arndt wird hier manuell von Elora und Simone geliked © LUDWIGGALERIE
Aber auch Darius und Leon können sich mit dem Kunstwerk anfreunden: Gehört in die TOP TEN! © LUDWIGGALERIE 

Zunächst aber steht für heute das Körpertraining an!
„HA!“ schreit Barabara, „HA!“ schreien alle im Kreis zurück. Es geht weiter mit „Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!“ „NÄ!“ und „Bah!“ Mit vielen kleinen Sprechübungen werden Stimmwirkung und unterschiedliche Betonungen ausprobiert. Aber nicht nur die Stimme wird geschult sondern auch, wie man standfest wird und sein Lieblingskunstwerk bestmöglich präsentiert. „Und worauf müsst ihr jetzt achten?“, frage ich die Jugendlichen abschließend. „Wichtig ist vor allem aufrecht zu stehen und seine Arme nicht abwehrend vorm Körper zu verschränken“, erklärt Melissa.


Körpertraining mit Barbara © LUDWIGGALERIE


Auf Twitter zeigen wir euch dann in der nächsten Woche wie es aussieht, wenn man Zungenbrecher mit Korken bzw. Waffelröllchen im Mund spricht J

Außerdem: Körperhaltungs no-gos!




Die Fakten:

Mit ihrer Idee der LUDWIGCHARTS sicherten sich die Projektleiterinnen Ursula Bendorf-Depenbrock und Sabine Falkenbach noch bis Ende 2017 die volle Förderung durch Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Der Deutsche Museumsbund fördert die LUDWIGCHARTS seit 2013 im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Zum Projektteam gehören: Ursula Bendorf-Depenbrock, Sabine Falkenbach, Eva Depenbrock, Kevin Casper, Barbara Grubenbecher, Axel Scherer und Linda Schmitz.


Am 31. März führen die PEERTEAMER durch ihre TOP TEN und wir eröffnen die LUDWIGCHARTS Ausstellung feierlich in der Artothek. Wer reinschauen mag - jeder Gast ist herzlich willkommen! Am 1. und 2. April stehen die Türen der Artothek ebenfalls für jeden Besucher offen! Hier können dann Porträtfotografien der Teilnehmer sowie eine fotografische und filmische Dokumentation des Projekts betrachtet werden. Und das wichtigste: Die TOP TEN-Sticker dürfen auf Sammelkarten geklebt werden :)

 


Liebe Grüße an alle Leser,


Linda

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen