Donnerstag, 7. Dezember 2017

Social Media- und Bloggertag zu MORDILLO #TheVeryOptimisticPessimist


Am Samstag, den 25. November 2017 fand der Social Media- und Bloggertag zu MORDILLO – The Very Optimistic Pessimist statt! Dem Ausstellungstitel entsprechend, wagten wir ein kleines Gedankenexperiment: Direkt zu Beginn der Veranstaltung kürten wir jeden der TeilnehmerInnen mit einer Umhänge-Medaille entweder zu einem Optimisten oder zu einem Pessimisten. Wer eine grüne Medaille erhält, soll sein Augenmerk auf die positiven Aspekte in den Bildern Mordillos lenken. Wird man hingegen mit der roten Medaille zum Pessimisten ernannt, so hat man speziell auf die negativen Pointen in den Werken zu achten.
Social Media- und Bloggertag zu MORDILLO #TheVeryOptimisticPessimist, 2017 © LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen
Gemeinsam mit der Kunstvermittlerin Angela Noack-Zwick durchschreiten die TeilnehmerInnen den mordillanischen Kosmos im Großen Schloss der LUDWIGGALERIE. Die fiktiv auferlegte Gesinnung macht dem ein oder anderen sichtlich zu schaffen – immerhin ist nun reines Schwarz-Weiß-Denken angesagt: „Achja, so positiv darf ich das Bild gar nicht beurteilen“, unterbricht sich Danny Giessner selbst, “schließlich bin ich ja heute Pessimist!“ und hält seine rote Umhänge-Medaille hoch. Der kulturbegeisterte Blogger berichtet regelmäßig auf www.wahlheimat.ruhr über Eindrücke, Events & Ausstellungen im Ruhrgebiet. 
Social Media- und Bloggertag zu MORDILLO #TheVeryOptimisticPessimist, 2017 © LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen
Auch Opa Hausen ist wieder mit von der Partie. Etwas mürrisch kam er beim vereinbarten Termin um 11 Uhr in der LUDWIGGALERIE an: „Eigentlich klön ich um die Zeit noch mitte andern Rentner beim Bäcker!“. Für diese Morgen-Muffeligkeit gab es für Opa Hausen erstmal eine rote Pessimisten-Medaille! Beim gemeinsamen Rundgang zeigte er sich besonders angetan von Mordillos kleinem Mann im großen Kosmos. „Wat war für mich negativ? Hätten mehr kleine Kerle drauf gepasst.“  Opa Hausen auf Facebook
Opa Hausen in der MORDILLO-Ausstellung, 2017 © Dirk Trachternach
Tatsächlich erfasst der berentete Bergmann hiermit ein zentrales Thema in Mordillos Bildern: die Einsamkeit. Immer wieder befinden sich Mordillos Figuren alleine in scheinbar ausweglosen Situationen. Verloren im Kosmos, gestrandet auf einer Insel oder als Gefängnisinsasse in einer Zelle. Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich die kunterbunte Welt Mordillos als Projektionsfläche von ernsthaften, gar existenzialistischen Gedanken.
© Mordillo Foundation, all rights reserved 2009
Im Laufe unseres Experiments wird immer deutlicher, dass fast alle Bilder von Mordillo gleichermaßen pessimistische und optimistische Anteile aufweisen, wie auch Hildegard Mihm‏ @mmaeckie auf Twitter feststellt: „Und tatsächlich ziehen sich beide Elemente konsequent durch Mordillos Werk.“ Dennoch ist „immer wat zum Lachen dabei und dat mach ich“, so Opa Hausen über die Ausstellung. „Vielleicht auch, weil die Figuren alle große runde Augen haben und nen bissen pummelich sind. Kam mir bekannt vor.“ Ein weiteres Merkmal von Mordillos Figuren bringt Bloggerin Britta Rübsam (Ruhr Tourismus) auf den Punkt: „Männer bestehen aus drei, Frauen aus fünf Kreisen. Zumindest bei #Mordillo #TheVeryOptimisticPessimist“.
Social Media- und Bloggertag zu MORDILLO #TheVeryOptimisticPessimist, 2017 © LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen
Doch das Erfreulichste ist, dass es Mordillos Knollennasen in den meisten Fällen gelingt, die Hindernisse des Alltags mit Optimismus und Humor zu bewältigen, womit sich letztlich auch der Ausstellungstitel The Very Optimistic Pessimist erklären lässt.
© Mordillo Foundation, all rights reserved 2008
MORDILLO – The Very Optimistic Pessimist noch bis zum 7. Januar 2018 in der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen.


Autorin: Natascha Kurek




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